Was ist der Unterschied von einem Wasserionisierer zu einem Umkehrosmose GerÀt
Ein Wasserionisierer ist ein GerĂ€t, das den pH-Wert des Wassers verĂ€ndert und das Wasser in basisches und saures Wasser trennt. Er nutzt dafĂŒr Elektrolyse: Unter Strom entstehen negativ und positiv geladene Ionen. Das basische Wasser wird als Trinkwasser verwendet, das saure Wasser fĂŒr Reinigungszwecke. Ein Wasserionisierer verĂ€ndert also vor allem den pH-Wert und den Geschmack des Wassers.
Eine Osmoseanlage arbeitet dagegen nach dem Prinzip der Umkehrosmose. Sie presst das Wasser durch eine halbdurchlĂ€ssige Membran, die Verunreinigungen wie Salze, Mineralien, Schwermetalle, Bakterien und Viren zurĂŒckhĂ€lt. Das gefilterte Wasser lĂ€sst sich zum Trinken, Kochen oder fĂŒr technische Anwendungen verwenden. Eine Osmoseanlage zielt darauf, möglichst viele Stoffe aus dem Wasser zu entfernen.
Der Hauptunterschied liegt also im Ziel: Ein Wasserionisierer verÀndert den pH-Wert, eine Osmoseanlage reinigt das Wasser umfassend. Welches GerÀt passt, hÀngt davon ab, was Ihnen wichtiger ist.
Osmose-Membranen: Worin unterscheiden sie sich?
Das HerzstĂŒck jeder Umkehrosmoseanlage ist die Membran. In Haushaltsanlagen begegnen Ihnen vor allem zwei Bauarten:
- TFC-Membran (Thin Film Composite, DĂŒnnschicht-Verbundmembran aus Polyamid): In den meisten heutigen Haushaltsanlagen verbaut. Sie hĂ€lt gelöste Stoffe sehr weitgehend zurĂŒck, ist aber empfindlich gegenĂŒber Chlor. Deshalb sitzt vor ihr ein Vorfilter mit Aktivkohle.
- CTA-Membran (Cellulosetriacetat): Sie vertrĂ€gt Chlor besser, hĂ€lt aber weniger gelöste Stoffe zurĂŒck und arbeitet nur in einem engeren pH-Bereich. In neuen HaushaltsgerĂ€ten findet man sie selten.
DarĂŒber hinaus unterscheiden sich Membranen in drei Punkten:
- Leistung: Sie wird meist in GPD (Gallonen pro Tag) angegeben und sagt, wie viel gefiltertes Wasser in welcher Zeit entsteht. Ăber die FilterqualitĂ€t sagt sie nichts aus.
- Bauform: Ersatzmembranen passen nur in GehĂ€use und AnschlĂŒsse des GerĂ€ts, fĂŒr das sie gebaut sind. FĂŒr die AORA GT600, die AORA GT800 und die W23 gibt es deshalb jeweils eigene Ersatzmembranen. Eine Membran aus einem anderen GerĂ€t passt in der Regel nicht.
- Wechselintervall: Es hÀngt von der WasserqualitÀt vor Ort und der Nutzungsmenge ab. Bei der W19 und der W23 sollte die RO-Membran nach 12 bis 24 Monaten getauscht werden. Bei der AORA GT800 empfehlen wir, die Membran nach etwa 18 Monaten und den PPC-Vorfilter alle 6 Monate zu wechseln.
Lassen sich Ionisierer und Umkehrosmose kombinieren?
Ja, die beiden Verfahren schlieĂen sich nicht aus. Ein Ionisierer lĂ€sst sich hinter eine Osmoseanlage schalten. Daneben gibt es OsmosegerĂ€te mit eingebautem Zusatzmodul, zum Beispiel die W23 mit Wasserstoff-Generator. Wollen Sie vor allem Stoffe aus dem Leitungswasser entfernen, kommt es auf die Umkehrosmose an. Geht es Ihnen um pH-Wert oder Geschmack, auf den Ionisierer.